Geschichte

Das nordöstlich von Olten am südlichen Jurafuss gelegene Bad Lostorf (525m ü.M.) erlebte in seiner traditionsreichen Geschichte immer wieder turbulente Zeiten. Mehrere Besitzerwechsel, Konkurse und ein Grossbrand (1966) hatten das Thermalbad mehrmals an den Rand des Ruins gebracht (Aargauer Tagblatt, 5.Feb. 1993).

Die Heilkraft des Wassers war schon zu Römerzeit (250-300 v.Chr.) bekannt. Der Solothurner Geschichtsschreiber Haffner berichtet 1666 in seinem "Solothurnischen Schauplatz", dass im Jahre 1412 der "Gesundbrunnen Lostorf" gefunden wurde. Er nannte ihn ein "köstliches Gliederbad". 1608 wurden die Quellen von Ulalricus Epiponus erstmals ausführlich beschrieben. 1484/86 entstanden die Gebäulichkeiten des Thermalbades. Nach verschiedenen Pächtern lenkten verschiedene Generationen der Familie Guldimann die Geschicke des Bades. Seit 1412 ist die Gipsquelle bekannt, kurz nach 1825 kommt auch die hier bereits beschriebene Schwefelquelle dazu. Ab 1830 existieren erstaunlich genaue Analysen dieser stärksten Schwefelquelle der Welt (84,93%). Um 1830 war Lostorf eines der grössten und bekanntesten Bäder seiner Art für Patienten mit chronischer Arthritis und Rheuma.

Im Jahre 1933 wurde das Bad Lostorf mit den dazugehörenden Quellrechten von der heutigen Mineralquelle Eptingen AG übernommen. Die Gebäude des Thermalbades wurden einige Jahre später verkauft, die Quellrechte blieben im Besitz des Familienunternehmens. Das damals bekannte Lostorfer Mineralwasser stammte aus der «Römerquelle» und war weit über die Kantonsgrenzen bekannt. Die wasserreiche Region mit dem Abfüllstandort Lostorf wurde ein wichtiges Standbein der Mineralquelle Eptingen AG, wo unter anderem Cristallo Mineralwasser abgefüllt wird. Die artesische Cristallo-Quelle, welches Mineralwasser ausgewogen mineralisiert ist, wird seit 1994 genutzt. Dank der Quellfassung in 514 Metern Tiefe, ist das Mineralwasser von Umwelteinflüssen geschützt und frei von Nitrat, Pestiziden oder Fungiziden. Es ist ein herausragendes Mineralwasser mit 100 % natürlichen Mineralien, welche aus den Gesteinsschichten des Juras stammen. Über Jahre wurden diese Mineralien vom Wasser auf dem Weg zur Quelle aufgenommen. Das Ergebnis: Ein kristallklares Qualitäts-Mineralwasser mit 100 %-iger Herkunft aus der Natur.